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Das krisenfeste Allwetter-Portfolio

Wie können Sie ein Portfolio aufstellen, das in Krisenzeiten Ihr Vermögen schützt und dieses trotzdem langfristig mehrt?

 

  • Angesichts der hohen Bewertungen stellt sich für Anleger insbesondere die Frage der Vermögenssicherung.
  • Die Idee des Permanenten Portfolios bietet einen einfach umsetzbaren Lösungsansatz.
  • Für den Anleger bietet das Permanente Portfolio zwei mögliche Anwendungen..

 

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Anfang November hatte ich in meinem Newsletter die hohen Bewertungen von Vermögenswerten thematisiert. Dabei sind nicht nur Aktien im historischen Vergleich enorm teuer. Auch Anleihen, sowohl von Staaten als auch von Unternehmen, Immobilien, Private Equity, Kryptowährungen sowie Kunstgegenstände zeichnen sich durch enorm hohe Bewertungen bzw. stark steigende Preise aus. Angesichts dieser immer neuen Höchststände sind Anleger mit diversen Fragen konfrontiert: Wie sicher ist mein Vermögen und wie kann ich dieses schützen? Wie kann ich mich auf die nächste Krise am besten Vorbereiten? Soll ich jetzt noch kaufen, wenn ich noch nicht investiert bin und die Rally bisher verpasst habe? Was, wenn die Märkte kurz nach dem Kauf zusammenbrechen? Wäre es besser zumindest einen Teil meiner Positionen zu verkaufen und an der Seitenlinie auf neue Einstiegschancen zu warten? Würde ich mich später über entgangene Gewinne ärgern?

Für alle Szenarien gibt es genügend Argumente dafür und dawider. Sollte es Ihnen schwer fallen, sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden oder wenn Sie sich gar nicht erst mit diesen doch etwas quälenden Fragen auseinandersetzen wollen, dann sollten Sie sich vielleicht mit dem Konzept des Permanenten Portfolios vertraut machen. Dieses fusst auf den Erkenntnissen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und wurde Anfang der 1970er-Jahre von Harry Browne entwickelt.1 Die Idee dabei ist, dass ein Investmentportfolio so ausgerichtet wird, dass es Ihr Vermögen in jedem wirtschaftlichen Umfeld vor grossen Einbrüchen schützt ohne dass Sie in der langen Frist ganz auf eine Kapitalvermehrung verzichten müssen. In der Fachsprache bezeichnet man solche Portfolios auch als robust, da diese die Eigenschaft haben, in Krisenzeiten kein oder nur wenig Geld zu verlieren oder im besten Fall sogar von Krisen profitieren können. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick darüber, welche Anlageklasse vom jeweilig vorherrschenden wirtschaftlichen Umfeld profitiert:2

 

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Es ist also so, dass sich die Renditen der einzelnen Anlageklassen je nach Situation unterschiedlich verhalten und sich gegenseitig ausgleichen. Das Permanente Portfolio bietet einem Anleger somit nicht nur eine ausreichende Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und Einzeltitel sondern insgesamt einen gewissen Schutz gegen grössere Wertverluste. Der österreichische Fondsmanager und Buchautor Roland Stöferle hat in seinem Buch Österreichische Schule für Anleger gezeigt, dass das Permanente Portfolio dabei langfristig deutlich stabilere Renditen aufweist als beispielsweise ein simples klassisches Balanced-Portfolio, das meist zu 70% aus Anleihen und zu 30% aus Aktien besteht. Wenn man die Performance des Permanenten Portfolios über den Zeitraum von 1972 bis 2010 genauer betrachtet, dann fallen die folgenden drei Punkte auf:

1) Die Durchschnittsrendite betrug ansehnliche 9.2% pro Jahr. Ein Portfolio, das zu 100% aus Aktien bestanden hätte wäre mit 9.8% nur marginal besser gewesen, dies aber bei einem deutlich höheren Risiko.

2) Sowohl der Maximalverlust (-12.6%) als auch die Anzahl der Verlustjahre (7 von 40) waren sehr gering.

3) Das Portfolio weist über den gesamten Zeitraum eine deutlich positive reale Rendite auf. Das heisst die Erträge waren signifikant höher als die Inflationsrate.

Da es sich hier um einen sehr simplen und einfach umsetzbaren Ansatz handelt, ist auch die Gewichtung des Portfolios sehr einfach strukturiert. Der zu investierende Betrag wird zunächst gleichmässig auf die vier Anlageklassen verteilt. Da sich der Wert der Anlageklassen natürlich über die Zeit ändert, verschieben sich auch die Gewichtungen innerhalb des Portfolios. Eine Möglichkeit, um wieder auf die ursprüngliche Gewichtung zu kommen wäre beispielsweise, dass wann immer eine Anlageklasse 35% oder 15% des Gesamtwertes des Portfolios erreicht, wieder auf die ursprüngliche 25% Gewichtung umgeschichtet wird. Der Vorteil bei dieser Art von Rebalancing ist, dass man damit automatisch einen Contrarian-Ansatz verfolgen kann. Dieser Ansatz bedeutet, das Positionen verkauft werden, die gut gelaufen sind, Gewinne also realisiert werden, und Positionen, die sich schlechter entwickelt haben, zu günstigeren Preisen nachgekauft werden können.

Aus Anlegersicht halte ich die Idee des Permanenten Portfolios in zwei Situationen für sinnvoll: erstens ist es für Anleger geeignet, die sich nicht intensiv mit Finanzmärkten auseinandersetzen wollen und/oder ein geringes Interesse daran haben. Die Umsetzung ist sehr einfach, regelbasiert und erfordert keinen grossen Aufwand. Zweitens kann das Permanente Portfolio für den interessierten und chancenorientierten Anleger als solide Ausgangslage in Form eines Kernportfolios dienen. Beim Permanenten Portfolio muss man sich jedoch hinsichtlich Anlageklassen und Gewichtung relativ stark einschränken. Die Gewichtungen könnte man daher auch dynamisch gestalten und je nach wirtschaftlichem Umfeld anpassen. So könnte es in der momentanen Marktlage durchaus Sinn machen, die Gewichtung sowohl von Anleihen als auch von Aktien zurückzufahren und stattdessen den Cashbestand zu erhöhen. Dieser könnte dann beispielsweise genutzt werden um weitere Anlageklassen hinzuzukaufen, die eine attraktive Bewertung und/oder einen zusätzlichen positiven Diversifikationseffekt aufweisen.

Welcher Anlegertyp Ihnen auch näher steht, mit dem Permanenten Portfolio haben Sie die Möglichkeit, Ihr Vermögen vor allzu grossen Verlusten zu schützen und dieses über die lange Frist sogar auszubauen.

Sollten Sie den Ansatz des Permanenten Portfolios interessant finden, dann können Sie mich hier kontaktieren. Gerne bin ich Ihnen bei der konkreten Umsetzung behilflich.

 

Es grüsst Sie herzlich

 

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Quellen:

1 Harry Browne- Fail-Safe Investing: Lifelong Financial Security in 30 Minutes, 2 Ronanld Stöferle et al. - Österreichische Schule für Anleger


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