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Essen müssen die Leute immer

Unter den Rohstoffen zeichnet sich unter den Agrarrohstoffen eine Bodenbildung ab. Welche Subsektoren sind besonders interessant und wie kannst Du an einer Erholung partizipieren?

 

  • Agrarrohstoffe zeichnen sich durch tiefe Preise im langjährigen Vergleich aus.
  • Bedonders Weizen, Mais und Sojabohnen sind interessant.
  • Investoren bieten sich vielfältige Zugänge um an einer Preiserholung zu partizipieren.

 

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In der vergangenen Börsenwoche konnten sich die Aktiennotierungen vom Kurssturz der zwei vorhergehenden Wochen weiter erholen. Global legten Aktien gemessen am MSCI World Index um 3.6% zu, der deutsche Dax um 1.3% und der breite amerikanische S&P 500 um rund 4%. Der Dollar notierte wieder schwächer, entsprechend avancierte Gold und nähert sich langsam aber sicher der wichtigen Marke von 1‘375 US Dollar.

Anleger stellen sich nun die Frage, ob sie die noch tiefen Aktienkurse dazu nutzen sollen, um günstig nachzukaufen oder ob sich die steigenden Kurse doch besser dazu eignen, bestehende Positionen zu einem besseren Preis abzustossen. Welches dieser beiden Lager das stärkere ist, werden wir in den kommenden Wochen sehen. Ich mahne in der momentanen Situation eher zur Vorsicht. Zum einen sind die Kurse immer noch viel zu hoch, als dass sie für ein langfristig ausgerichtetes Engagement interessant sein könnten. Zum zweiten hat die scharfe Korrektur dazu geführt, dass der überschwängliche Optimismus und die Sorglosigkeit, die das Börsenjahr 2017 massgebend geprägt haben, verschwunden zu sein scheinen. Sollte sich die Marktstruktur tatsächlich geändert haben, dann lassen die nächsten Wochen und Monate nichts Gutes erwarten. Der unten stehende Chart zeigt den Kursverlauf des japanischen Nikkei Aktienindex (rote Linie) während dem Ende der 1990er Jahre und dem amerikanischen S&P 500 Aktienindex von heute (schwarze Linie). 

 

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Natürlich kann man ein historisches Ereignis nicht einfach eins zu eins auf eine heutige Gegebenheit übertragen. Ich würde auch niemals eine Investitionsentscheidung nur auf Grundlage dieses Charts tätigen. Viel wichtiger ist beispielsweise, dass wir uns sowohl im Börsen- als auch im Wirtschaftszyklus eher dem Ende nähern. Auch die Aktivität der Notenbanken in Form von Gelddrucken nimmt weiter ab und Aktien sind nach wie vor sehr hoch bewertet. Der Chart bildet vielmehr ein weiteres Puzzleteil einer möglichst umfassenden und realitätsnahen Analyse. Die Ähnlichkeiten sind aber dennoch frappant; die beiden Kurse laufen mit einer Korrelation von 0.98 fast gleichläufig. Sollten sich die Kurse in den nächsten 2-3 Wochen nicht deutlich weiter nach oben entwickeln und neue Höchststände erreichen, dann könnte ein Nikkei-ähnliches Crashszenario durchaus realistisch werden.

In der Zwischenzeit konzentriere ich mich lieber auf Assetklassen, die sich aufgrund des Preisniveaus als auch von ihrem Stand im Zyklus für ein Investment besser eigenen. Eine dieser Assetklassen, die ich in den letzten Beiträgen thematisiert habe, ist diejenige der Rohstoffe. Ein Subsektor, der besonders interessant ist, ist derjenige der Agrarrohstoffe und der damit verbundenen Industrie. Zugegeben, dass Menschen immer etwas zu essen brauchen, ist evident und wäre als einziges Argument etwas zu dünn, um hier einzusteigen. Nichtsdestotrotz bedeutet diese Trivialität, dass wir bei Rohstoffen im Agrarbereich eine natürliche Preisuntergrenze haben, die zwar nicht genau messbar ist, die uns aber trotzdem eine Sicherheitsmarge gegen zu hohe Verluste bietet. Und diese Sicherheitsmarge ist heute umso grösser, wenn wir die Preise von Agrarrohstoffen über die letzten 15 Jahre betrachten. Hier befinden sich insbesondere Sojabohnen (orange Linie), Weizen (blaue Linie) und Mais (rote Linie) auf sehr tiefen Niveaus und zeigen gleichzeitig Anzeichen einer Bodenbildung.

 

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Auf der Nachfrageseite lässt sich festhalten, dass die Menschen nicht nur immer etwas zu essen brauchen, sondern dass diese weltweit auch immer mehr verdienen und aufgrund des zunehmenden Wohlstandes zwar weniger Getreide wie Weizen, Mais und Sojabohnen essen, dafür aber umso mehr Fleisch. Um jedoch eine Kalorie Fleisch zu produzieren, benötigt man je nach Fleischart 2- bis 6-mal so viele Kalorien Getreide.

An dieser Entwicklung können Investoren auf verschiedene Weise partizipieren. So kann man direkt über Futures in die einzelnen Getreidearten investieren. Einfacher geht dies jedoch über börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Diese investieren direkt in mehrere Agrarrohstoffe und bieten eine automatische Diversifikation sowie einen kostengünstigen Zugang. Ebenfalls kann man direkt in Unternehmen aus dem Agrosektor über Aktien investieren.

Meine Broadcast-Abonnenten werde ich wie immer rechtezeitig über konkrete Investments informieren. Falls Sie dies auch wollen, können Sie sich hier anmelden oder Sie können mich direkt kontaktieren, falls Sie beim Aufbau eines für Sie geeigneten Portfolios Unterstützung brauchen.

Es grüsst Sie herzlich

 

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